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aus WAZ vom 12.04.2019

Kinderschutzbund und Stadt erweitern Präventionsarbeit

Sexueller Missbrauch: Die große „Nein-Tonne“ macht Kinder stark

Die große „Nein-Tonne“ erklären Schauspieler im Projekt.                              Foto: Kinderschutzbund

Der Fall Lügde hat das erschreckende Ausmaß sexuellen Kindesmissbrauchs verstärkt in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Wer Kinder davor schützen will, muss sie stark machen, damit sie sich wehren können. Der Kinderschutzbund Gladbeck hat daher bereits 2018 das Projekt „Die große Nein- Tonne“ ins Leben gerufen. Hier wird mit  professioneller Hilfe durch die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück Vorschulkindern gezeigt, dass „Nein“ gesagt werden darf.

Dieses Präventionsprojekt wird auch in diesem Jahr vom Kinderschutzbund weitergeführt in Kooperation mit der Stadt Gladbeck und den freien Trägern der Kindergärten. An der Finanzierung des Projekts beteiligen sich die Familienzentren Oase, Kleine Welt, die Kitas an der Voßstraße, Marienstraße, der Lukaskindergarten, die Kita St. Marien und die Kita Vehrenbergstraße. Die Auftaktveranstaltung im Familienzentrum Oase fand bei den Eltern viel Anklang. Nadine Wieschollek, Projektleiterin beim Kinderschutzbund: „Ich bin mir sicher, dass wir durch das Angebot unsere Gladbecker Vorschulkinder stärken werden.“

Wie notwendig das ist, zeigen bundesweite Zahlen der Polizei: 2017 gab es 11547 Anzeigen zu sexuellem Kindermissbrauch, 990 Anzeigen zu Missbrauchsfällen Jugendlicher, 403 Fälle von Missbrauch an minderjährigen Schutzbefohlenen. Die WHO geht von ein bis zwei betroffenen Kindern je Klasse aus, die sexuelle Gewalt erlebt haben oder erleben.

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