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Ehrenamt und Versicherungsschutz E-Mail

Ein Artikel in der FAZ vom 19.09.07 hat mich veranlasst, folgende Zusammenfassung zu erstellen.

In Deutschland arbeitet jeder dritte über 14 Jahren ehrenamtlich. Manche nur gelegentlich, viele aber mit großem Einsatz. Bezahlung für die Tätigkeit erwartet man nicht. Manchmal fehlt sogar Anerkennung. Was aber nicht fehlen darf ist Versicherungsschutz.

Im Wesentlichen geht es beim Versicherungsschutz um zwei Aspekte:

Man braucht Schutz, wenn man selbst einen Unfall (z.B. bei einer Dienstfahrt) erleidet und um Absicherung, wenn man einem anderen einen Schaden zufügt (Haftpflichtversicherung). Zusätzlich könnte man noch weitere Risiken wie Berufsunfähigkeit, Rechtsschutz oder auch Vermögensschäden absichern.

Ehrenamtliche Tätigkeit fällt oft unter den gesetzlichen Unfallschutz. Dieser schließt Reha-Leistungen und Berufsunfähigkeit mit ein. Private Unfallversicherungen zahlen einmalig oder eine Rente. Falls kein gesetzlicher Unfallschutz besteht, kann man auf die Ehrenamtsversicherung zurückgreifen. Ein Beitrag muss nicht entrichtet werden. Die Leistungen sind minimal und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Nähere Informationen unter: www.infopool-nrw.de .

Im Haftpflichtbereich müssen alle Ehrenamtlichen für Schäden, die sie anderen zufügen, selbst aufkommen. Befreit werden von dieser Haftung kann man nur durch eine Versicherung, die von der Organisation (Ortsverband KSB) abgeschlossen wird.

Die private Haftpflichtversicherung springt auch nicht in allen Fällen ein. Sie greift z. B. nicht beim Ehrenamt in Städten und Kommunen. Sie gilt auch nicht für leitende Tätigkeit in Organisationen.

Jeder der eine verantwortungsvolle Tätigkeit übernimmt, sollte prüfen, ob eine Vereinshaftpflicht besteht und wie sie ausgestattet ist. Es ist wichtig, dass alle ehrenamtlichen Mitarbeiter tatsächlich eingeschlossen sind und dem Versicherer Tätigkeitsbeschreibungen vorliegen. (siehe unten)

Vermögensschäden sind nie durch die Vereinshaftpflicht gedeckt. Besonders der Kassenwart eines Vereins kann haftbar gemacht werden. Er kann z. B. Fehler bei der Buchung von Spenden machen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. Dezember 2009 um 11:07 Uhr