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WAZ 16.04.07 Von Sebastian Wuwer

Kinderschutzbund und Caritas beteiligten sich am Auftakt der ARD-Aktionswoche „Kinder sind Zukunft“,. Mit Ihrem vielfältigen Angebot tragen sie dazu bei, das Leben in der Stadt kinderfreundlicher zu gestalten.

Wenn es um das Wohl von jungen Menschen geht, sind viele helfende Hände gefragt. Das zeigten am Samstag Caritas und Kinderschutzbund zum Auftakt der bundesweiten ARD-Themenwoche „Kinder sind Zukunft". Mit ihren Aktionen informierten sie die Gladbecker Bürger über ihr vielfältiges Beratungs- und Betreuungsangebot.

Sie ist seit vielen Jahren für den Kinderschutzbund aktiv und weiß, wie sehr die Arbeit des Vereins in der Gesellschaft benötigt wird. „Immer mehr Kinder sind von der Arbeitslosigkeit ihrer Eltern betroffen", so Zindler. In finanziell schwierigen Lebenssituationen bleibe das Familienleben oft auf der Strecke.helfende hnde

In den regelmäßigen Betreuungsstunden am Nachmittag muss sie zum Beispiel feststellen, dass viele Kinder selbst einfache Gesellschaftsspiele wie „Mensch, ärgere dich nicht" kaum mehr kennen. „Mit unserer Arbeit ersetzen wir hier ein Stück Familie", ist sich Zindler bewusst.

Aktionswochen wie jene der ARD seien notwendig, um die Bedürfnisse und Rechte von Kindern wieder stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken. Das findet auch Helferin Gisela Volke, die immer noch große internationale Unterschiede im Umgang von Gesellschaften mit ihren Kindern beobachtet. „Hier in Deutschland gibt es oft schon Ärger, wenn Kinder mal laut auf der Straße spielen. Das ist in Ländern wie etwa Italien ganz anders."

Rund um die Gladbecker Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes, direkt neben der Lambertikirche, war Krachmachen ausdrücklich erwünscht. Kleine Gäste konnten jede Menge spaßiger Spielsachen ausprobieren und die Kistenrutsche erobern.

Lautstark ging es auch wenige Meter weiter auf dem Gelände der Caritas zu. Dort durften sich die Kinder in der Hüpfburg austoben, während Erwachsene mit den Angeboten des Wohlfahrtsverbandes in Kontakt kamen.

Wie etwa Mitarbeiterin Hedwig Lux berichtete, ist die Hemmschwelle in der Bevölkerung noch immer groß. „Viele Leute denken, die Caritas ist nur etwas für bedürftige Menschen. Das stimmt aber überhaupt nicht." Von der Schwangerschaftsberatung bis hin zur psycho-sozialen Betreuung von Familien reichen die Maßnahmen. Auch hierbei stehe das Wohl der Kleinen stets im Mittelpunkt.

„Stark machen für starke Kinder", so lautet deshalb auch das aktuelle Jahresmotto der Caritas. Hedwig Lux ist überzeugt: „Wenn wir Kinder stark machen wollen, dann brauchen wir dazu unbedingt die Mithilfe der Eltern." Sie möchte betonen: „Die Zukunft der Kinder ist auch unsere Zukunft. Das dürfen wir nie vergessen."

WAZ 16.04.07

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 27. Februar 2010 um 16:44 Uhr