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Tag der offenen Tür 19.06.2009 E-Mail

Herzlich begrüßen möchte ich alle hier Anwesenden, namentlich Frau Schulte, Frau Kohues, Frau Seifert, Frau Notthoff, Frau Andres, Frau Enxing (warum ich diese Damen namentlich erwähne erklärt sich gleich von selbst)und die Trommelkids der Uhlandschule und ihre Begleitung

Es ist tatsächlich schon 30 Jahre her, dass sich in einem Partiekeller auf der Allinghofstr. folgende Persönlichkeiten trafen, um den Ortsverein Gladbeck zu gründen

Frau Gisela Andres Frau Hedwig Enxing Frau Gisela Jacke Frau Ursula Keimer Frau Liselotte Keller Frau Christel Kohues Frau Mechthild Krumscheid Frau Gisela Notthoff Frau Ingrid Reck Frau Maria Seifert Frau Christel Schulte Frau Dr. Dagmar Schnurr Herr Heinz Enxing

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In dieser Gründungsversammlung am 25. Januar 1979 wurden

Frau Schulte zur 1. Vorsitzenden
Frau Reck zur 2. Vorsitzenden
Frau Kohues zur Kassenführerin
Frau Dr. Schnurr zur Schriftführerin gewählt

Frau Kohues gab 1997, nach 19 Jahren, die Kassenführung ab. Frau Schulte hatte die Funktion der 1. Vorsitzenden bis 2004, also 25 Jahre, inne. Schnell erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister, die Gemeinnützigkeit wurde bestätigt, am 15. Febr. 1980 erfolgte durch Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Gladbeck die Anerkennung als förderungswürdiger Träger der freien Jugendhilfe, 1983 folgte die Körperschaftssteuer-Freistellung. Nun aber genug der Formalien. Viel wichtiger war und ist dem Kinderschutzbund die präventive praktische Arbeit. Eigene Räume standen am Anfang nicht zur Verfügung. Im 3. Stock, Raum 22 der VHS richtete man einen Kleiderladen ein, gleich mit 10 Mitarbeiterinnen. Im St. Lamberti - Jugendheim wurde eine Spielstube, heute würde man sagen Minigruppe, gegründet. Nach dem Hörensagen die erste in Gladbeck. Mit dem Babyschwimmen wurde begonnen, eine Familienbetreuung wurde eingerichtet und der Stammtisch am 1. Montag im Monat, damals bei Pütter, etablierte sich. Aktionen wie z. B. die Kinderbefragung „Wunschtrommel“ oder die Kriegsspielzeug-Umtauschaktion auf der Hochstrasse wurden durchgeführt. Büroarbeit wurde zuhause erledigt oder der Sekretärin des einen oder anderen Ehemannes in Auftrag gegeben. Am 4. August 1980 konnte in der Horster Str. 15 die 1.Geschäftsstelle bezogen werden. Gladbecker Bürger und Institutionen steuerten zur Inneneinrichtung bei, Tische und Stühle kamen von der VHS, eine Bücherwand von Bürgermeister Ullrich, die Kleiderladeneinrichtung von Schönhoff usw. Es folgte mit den neuen Räumen eine Ausdehnung der bestehenden und eine Entwicklung vieler neuer Aktivitäten. So erhöhte sich die Anzahl der Minigruppen auf 3 in Stadtmitte und 1 in Rentfort. Eine Hausaufgabenhilfe wurde eingerichtet in der Horster Str. und in Rosenhügel. Im Laufe der Jahre wurden die Angebote immer wieder erweitert und verändert. Und so gab es z.B. eine Stillgruppe, eine MCD-Gruppe, Mutter-Kind-Turnen, das Projekt „Kinder nerven – Eltern schlagen“, Betreuten Umgang nach Trennung und Scheidung, Bildung einer Gruppe „Scheidungskinder“, einen Kochkurs Vollwertküche, einen Erste Hilfe Kurs für Babys und Kleinkinder, die Weihnachtswunschzettelaktion, das Projekt „Mein Körper gehört mir“, den Elternkurs „Starke Eltern - Starke Kinder“, Notinsel, „Opstapje in Kooperation mit dem SkF, Wir trommeln für Kinder im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 und demnächst SAFE (Sichere Ausbildung für Eltern) und Autogenes Training für Eltern und Kinder. Nach dem Besuch des Spielmobils aus Lüdenscheid wurde 1987 das 1. Spielmobil für Gladbeck angeschafft, von Schülern des Heisenberggymnasiums gestaltet und „Knallbonbon“ getauft., 1996 wurde es durch das noch jetzt fahrende Spielmobil ersetzt. 2000 stand nochmals ein Umzug an und zwar hierin an den Kirchplatz 8. Hier fühlen wir uns wohl, mitten in der Stadt gelegen, fast ebenerdig, leider etwas eng und so haben wir die Gelegenheit genutzt, uns in die 1. Etage und in benachbarte Garagen auszubreiten. Die jetzige helle, freundliche Büroeinrichtung ist größtenteils aus geschlossenen Zweigstellen der Stadtsparkasse. Auch sind wir inzwischen mit der heute unentbehrlichen Technik ausgestattet. Das erleichtert die Kommunikation und Büroarbeit doch ganz erheblich. 1990 wurde aus Anlass des 10- jährigen Bestehens unseres Ortsvereins die Mitgliederversammlung des Landesverbandes NRW auf Schloss Wittringen abgehalten, ebenso wieder 10 Jahre später zum 20. jährigen Bestehen. Da es ja in Westfalen heißt, beim 3. Mal ist es schon Tradition, machen wir es diesmal anders. Denn Traditionspflege ist immer mit Arbeit verbunden, und wenn ich ehrlich bin, scheuen wir die zur Zeit, denn über mangelnde Arbeit können wir uns nicht beklagen. Auch gibt’s noch viele Ortsvereine in NRW, denen diese Ehre noch nicht zuteil wurde. Unsere Arbeitsfelder haben sich in den letzten Jahren doch stark vergrößert und sind auch professioneller geworden. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und im Hintergrund auch der Mitarbeiter ist nicht in dem Maße mitgewachsen, wie es nötig wäre. Das alles ist mit Ehrenamt allein nicht mehr zu schaffen, aber schon gar nicht ohne. Ich möchte allen für ihr Engagement danken. Ob sie ehrenamtlich arbeiten, oder ob sie einen knappen finanziellen Lohn für ihre Arbeit erhalten, sie tun es alle mit Herzblut und Freude und in dem Bewusstsein, dass der Einsatz es für die Kinder wert ist. Danken möchte ich auch unseren Mitgliedern für die finanzielle Unterstützung durch ihre Mitgliedsbeiträge oder Spenden aus Anlass eines runden Geburtstages oder auch Trauerfalles, ebenso den vielen Institutionen, Vereinen und Organisationen, die uns auf vielfältige Weise unterstützten und dies auch hoffentlich weiterhin tun. Und so hoffe ich, dass wir trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise und der sich auch für uns abzeichnenden Folgen unsere Tätigkeiten weiterführen und wenn nötig auch noch erweitern können. Hinweisen möchte ich noch auf 2 Veranstaltungen in diesem Jahr und zwar auf die Benefizveranstaltung auf der Clubanlage beim TCHW am 22. August, organisiert von Herrn Orberger zugunsten Gladbecker Kinder und den Weltkindertag am 20. September, an dem alle Trommelkids die Kulturhauptstadt 2010 eintrommeln und auf ihre Rechte aufmerksam machen. Uns allen wünsche ich einen schönen Tag mit guten Gesprächen, viel Freude und hoffentlich trockenem Wetter.